Irgendwas von Rilke

Kurzfilm, 30 Minuten (2005/2006)

Status: Produktion abgeschlossen,
Premiere am 28.04.2006 um 20.00 Uhr im Casino Aschaffenburg, zweite Vorstellung am 30.04.2006 um 11.15 Uhr

Karten zur Premiere (3€) oder die Druckfrische DVD (5,90€) kann man hier per email bestellen.

Der knapp 30-minütige Film unterscheidet sich in Stimmung und Thematik ziemlich deutlich von unserer eher fröhlich-albernen Werbearbeit. Das Drehbuch, als Kammerspiel angelegt, kippt nach dem ersten Drittel ganz bewusst vom eher suspense-orientierten Thriller hin zu einer praktisch dialoglosen, ganz und gar subjektiven Charakterstudie der Protagonistin Marie, gespielt von Larissa Fuchs.
Marie ist Gefangene in der eigenen Wohnung: Nachdem sie ihren Freund Alex (Frank Heck), einen armseligen Drogendealer, hintergangen hat, ist sie überzeugt, dass vor ihrer Tür Alex´ verbrecherische Freunde darauf warten, sie umzubringen, sobald sie die Wohnung verlässt. Zumindest Alex selbst kann ihr nicht mehr gefährlich werden, denn er liegt tot in Maries Wohnzimmer. Die nächsten Tage in der Wohnung werden für Marie ein Albtraum aus Drogen, Verfolgungswahn und langsam einsetzendem Wahnsinn.

Der schleichende Absturz ist das eigentliche Thema des Films - als Filmemacher hat uns vor allem interessant, wie Maries hyperaktive Vorstellungskraft ein viel effektiveres Gefängnis um sie herum baut als es wirkliche Ereignisse je könnten. Der zweite Hauptdarsteller neben Larissa Fuchs ist dabei der Spielort, eine bedrückende, halb leerstehende Altbauwohnung – in ihrem fortschreitenden Verfall Spiegel für Maries seelische Verfassung.

 


 

 

Mit: Larissa Fuchs, Meike Hirsch, Frank Heck, Achim Beck, Christina Gollitschek

Regie Jochen Ecke
Producer Michael Ding
Drehbuch Jochen Ecke, Gideon Haberkorn, Lucas Kraus
Kamera Lucas Kraus Schnitt & Postproduktion Christian Giegerich Musik Nicolas Stürmer Kameraassistenz Gregor Kowalinski Regieassistenz Ruben Schmitt Produktionsassistenz Thomas Nickel

 

 
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